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Algermissen, Martinstraße, St. Martin-Kirche

Kirche · Einzeldenkmal · Algermissen

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Kreuzförmige, romanische Bruchsteinkirche mit Westturm und gotischem Chor. In Kalkbruchstein gemauert mit flächiger Eckverzahnung (Kalk-/Sandstein). Schiff, Querhaus und Chor unter Satteldach (gleiche Firsthöhe und annähernd gleich Traufhöhe), Dach über dem Sakristeianbau (15. Jahrhundert) abgeschleppt. Der nördliche Querhausarm entstammt der ursprünglichen Anlage der südliche wurde um 16. Jahrhundert neu errichtet. Weitere maßgebliche Veränderungen in den späten 18800er Jahren nach Plänen des Konsistorialbaumeisters Conrad Wilhelm Hase, u.a. an den Maßwerk-Fenstern sowie beinahe vollständig erneuerte, neugotische Ausstattung (Altar, Kanzel, Sandsteintaufe, Orgel). Westturm (mutmaßlich auf einen älteren Bau der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts zurückgehend) auf querrechteckigem Grundriss bis zum Glockengeschoss (erneuert im 19. Jahrhundert) massiv. In der Eingangshalle spitzbogige Rippengewölbe, mittels ursprünglich zwei Arkaden hin zum Mittelschiff geöffnet. Turmhelm scharf eingezogen, dann in einer spitzen, oktogonalen Pyramide ausgezogen. Oktogonaler, barocker Dachreiter über der Vierung. Das 1117 als „villa Lulende“ erstmalig erwähnte Dorf Lühnde gehörte zum Amt Ruthe/ Hochstift Hildesheim. 1543 wird die Reformation auch in Lühnde durch Elisabeth von Calenberg-Göttingen eingeführt. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Kirchengemeinde kurzzeitig wieder katholisch.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Lühnde
Adresse
Martinstraße
Gemarkung
Lühnde

Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)