Algermissen, Lange Straße, St. Mauritius-Kapelle
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Ursprünglich zweigeschossiger, kurzrechteckiger Bruchsteinbau unter Satteldach, erbaut im 14./15. Jahrhundert, nach den Beschädigungen des großen Brandes Algermissens im Dreißigjährigen Krieg in der zweiten Jahrhunderthälfte des 17. Jahrhunderts weitreichend baulich verändert. Flächig bearbeitete, verzahnte Bruchsteinquader an den Mauerkanten. Tür- und Fenstergewände sowie Gesimse in Sandstein. Firstkreuze an den Giebelseiten. Das Obergeschoss, vermutlich als Speicher genutzt, wurde im 17. Jahrhundert zugunsten des Gottesdienstraumes im Erdgeschoss aufgelöst. Zugemauerte Lichtöffnungen an allen Seiten geben Aufschluss über die Geschossaufteilung vor der Barockisierung. Die gotische Bruchsteinkapelle liegt auf einem erhöhten freien Platz, mit altem Baumbestand. Umfassungsmauer aus Bruchstein. Im Westen sechseckiger mit Schiefer verkleideter und gedeckter Dachreiter mit Haubenhelm, Schallöffnungen mit Jalousieläden. Jahreszahlen im Wetterhahn: 1670, 1710, 1875, 1915.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Algermissen
- Adresse
- Lange Straße
- Gemarkung
- Algermissen
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)