Naturschutzgebiet Wolfsgrund

Nur noch selten ist in Norddeutschland eine durch die Eiszeit entstandene Landschaft so gut und vollständig erhalten wie der Wolfsgrund. Gewaltige Eismassen bedeckten früher den Raum zwischen Elbe und Aller. Mit steigenden Temperaturen schmolz das Eis und riss Unmengen an Sand mit sich. Der Everser Bach im Hintergrund des Naturschutzgebietes zeigt noch den Verlauf eines solchen Gletscherabflusses. Zu seinen Seiten lagerte sich in der Nacheiszeit Sand ab und wurde von Winden zu Dünen aufgeweht. Auf den trockenen Sandböden gedieh besonders die Besenheide. Abgelöst wird sie, da wo der Boden feuchter ist, von der Schwarzen Krähenbeere. Dort wo sich das Wasser länger sammelt, bildeten sich Kleinst-Moore. Hier wachsen Glockenheide und Pfeifengras. Zudem befindet sich im Wolfsgrund ein immer feuchtes Niedermoorstück mit einem Birkenbruchwald, Torfmoosen und Wollgrasarten. Seit 1977 steht der Wolsgrund unter Naturschutz. Zweimal jährlich werden Heidschnucken und Ziegen in die Heideflächen getrieben. Sie verjüngen das Heidekraut und halten aufkommende Birken und Kiefern kurz. Entdeckt werden kann das Gebiet über den NORDPFAD Wolfsgrund.
- Adresse
- Zum Sandberg, 27367 Ahausen
- Website
- www.nordwaerts.de/
Bild: Touristikverband LK ROW (Lizenz CC BY-SA)
Quelle: Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme), Niedersachsen Hub (Lizenz CC BY)