Eime, Flecken, Kirchenanlage Deinsen mit Schule, Pfarrhaus, Hofanlage, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Entlang des historischen Ortskerns in Deinsen konnten sich räumlich um die erhöht liegende Kirche St. Nikolaus das Pfarrhaus, das Schul- bzw. Küsterhaus, die Gaststätte und Hofanlagen zu einem ortsbildprägenden Ensemble ausdehnen. Womöglich wird Deinsen 1146 erstmals in einer Urkunde Bischof Bernwards von Hildesheim erwähnt. Aus vereinzelte Ansiedlungen entstand der Ort westlich des Külf- Höhenzuges. Um 1400 hat es eine Pfarrstelle gegeben, der romanische Ursprung des Turmes macht eine Kirchenstiftung auf einer womöglich heidnischen Kultstätte im 12. Jahrhundert wahrscheinlich. Als Besitzung der Edelherren von Homburg im Amt Lauenstein wurde Deinsen ab 1409 welfisches Territorium. Von 1433 bis1523 verpfändet an den Hildesheimer Bischof; ab 1587 von den v. Saldern durch Herzog Julius entpfändet. Noch unter dem Pfandinhaber Burchard von Saldern wurde bereits vor 1540 die lutherische Lehre eingeführt, ab 1542 wurde das zum Amt Lauenstein offiziell durch Elisabeth von Calenberg reformiert.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Deinsen
- Gemarkung
- Deinsen
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)